Crossing Southern Laos only takes three days by bicycle because there really isn't a lot to do other than cycling, and a strong tail wind pushes us over the flat landscape. Since we didn't enjoy Vietnam all that much, and the way through Cambodia ends at the closed borders to Thailand at the moment, we take the shortcut back towards Bangkok.
Mitm Radl brauchen wir nur drei Tage, um Südlaos zu durchqueren, denn es gibt wirklich nichts zu tun außer Fahrrad zu fahren, und ein starker Rückenwind bläst uns über die flache Landschaft. Da uns Vietnam eh nicht so überzeugt hat und der Weg durch Kambodscha momentan an den geschlossenen Grenzübergängen zu Thailand endet, nehmen wir die Abkürzung Richtung Bangkok.
Freitag, 2. Januar:
Laut unserer ausführlichen, wenn auch wieder mal extrem spontanen Recherche ist Lao Bao der einzige Grenzübergang, an dem wir ohne vorher genehmigtes Visum nach Laos einreisen dürfen. Dafür zockt uns der laotische Grenzer bei der Gebühr ab, die über Nacht wohl von 80 USD auf 84 USD angestiegen ist. Dementsprechend reicht unser extra abgezähltes Bargeld in vietnamesischen Dong nicht ganz, von den Dollarscheinen akzeptiert er unter einer fadenscheinigen Begründung nur ausgesuchte Nennwerte, aber keine Fünfer. Gut, dass wir noch thailändische Baht mit uns rumschleppen, da nimmt er gnädigerweise einen Tausender an, also umgerechnet fast 30 Euro für die fehlenden paar Dollar, bevor er den Stempel in die Hand nimmt. Saukerl!
In Xepon machen wir Feierabend. Bei unserer Ankunft wird direkt vorm Motel gerade der Nachtmarkt aufgebaut - perfekt. Diese simple, preiswerte, abwechslungsreiche und zuverlässig verfügbare Art der Nahrungsbeschaffung haben wir sooo vermisst!
Gefahrene Strecke: 69,59 km
Durchschnitt: 21,39 km/h
Nachtlager: Motel in Xepon
Samstag, 3. Januar:
Flache Landschaft, Rückenwind und Sonne bei angenehmen Temperaturen - wir fliegen geradezu dahin! Das Gegenteil gilt leider für all die Kollegen, die uns entgegenkommen: Wir treffen einen Chinesen auf seiner ersten Fahrradtour, lernen Carmen aus Hamburg kennen und begegnen einem älteren Ehepaar aus Belgien, die sich alle ostwärts kämpfen. Sorry!
Harte Betten erfreuen sich in dieser Ecke allgemein großer Beliebtheit, aber unser heutiges Quartier schießt echt den Vogel ab. Doch wozu haben wir unsere eigenen Campingmatten dabei?
Gefahrene Strecke: 114,6 km
Durchschnitt: 20,88 km/h
Nachtlager: Motel in Kommadam
Sonntag, 4. Januar:
Wieder Rückenwind und Sonne, wieder schwer arbeitender Gegenverkehr (ein Italiener und ein Russe), während wir kaum ins Schwitzen geraten. Ansonsten gibt es von der Fahrt kaum etwas zu berichten. Ist halt Laos: staubig, sonnig, fröhlich winkende Kinder, undefinierbare Verkaufs- und Wohnhütten, abgeerntete Felder mit Wasserbüffeln drauf, abenteuerlich beladene Pick-ups.
Savannakhet, die zweitgrößte Stadt von Laos, liegt am Mekong und ist damit schon das Ende dieses Abschnittes. Besonders touristisch ist sie nicht, aber für einen freien Tag morgen ideal. Wir finden ein total cooles Hostel, in dem wir es sogar eine ganze Woche aushalten könnten. Mal sehen...
Beim Spaziergang zum Nachtmarkt entdecken wir die St. Theresa-Kirche in unserer Straße. Die Weihnachtsbeleuchtung nimmt hier jemand enorm ernst, es blinkt und funkelt so sehr, dass man den Vollmond nebst Jupiter kaum wahrnimmt!
Auch ein Kripperl gibt es in einer gemauerten Nische, ...
... aber der laotische Josef ist wohl kein Zimmerer, sondern ein Elektriker!
Gefahrene Strecke: 87,39 km
Durchschnitt: 21,55 km/h
Nachtlager: Hostel in Savannakhet
Montag, 5. Januar:
Bei der Hostelreservierung gab es anscheinend ein Missverständnis, jetzt sind alle Zimmer ausgebucht heute Nacht. Die Pächterin vermittelt uns an ein anderes Hostel weiter, aber als wir dort ankommen, ist kein Mensch da. Wir beschließen den erhofften Ruhetag sausen zu lassen und gleich heute auszureisen.
Oh Mann, das hatten wir schon komplett verdrängt: Genau wie in Houayxay, dürfen Fahrräder auch hier nicht auf die Freundschaftsbrücke über den Mekong. Aus Sicherheitsgründen - blablabla. Wir kaufen also zwei Fahrkarten für den Transfer, warten brav in der Schlange und laden unsere Taschen in den Bus. Doch der Gepäckraum ist durch eine fest verbaute Metallkonstruktion begrenzt, so dass wir die Räder nicht reinkriegen. Wir probieren es auch beim nächsten Bus, aber keine Chance!
Sowohl die Fahrer als auch das gesamte andere anwesende uniformierte Personal sind in etwa so hilfreich wie gehäkelte Regenschirme, so dass wir eine Stunde später entscheiden, einfach selber über die Brücke zu fahren. Doch hinter dem Buswendehammer gibt es noch eine Kontrollstation, und dort werden wir scharf zurückgepfiffen. Wenigstens spricht der Beamte drei Brocken Englisch, so dass wir ihm unsere Situation erklären und mittels der bezahlten Transfertickets sogar unsere gute Absicht beweisen können. Er schickt uns zurück zur Buswartestelle und verspricht, jemanden mit einem Pick-up zu organisieren.
Eine weitere Stunde später und nach wiederholtem Nachfragen unsererseits, wie lang wir noch auf den Pick-up warten sollen, drücken uns die Grenzer einfach irgendeinem Autofahrer aufs Auge, der uns auf seiner Ladefläche mitnimmt. (Drum die schiefen Fotos - ich hab nur eine Hand frei!)
Wir passieren die letzte Kontrollstation...
... und "genießen" die Aussicht zwischen den Rädern hindurch auf den Mekong. Ohne Sicherheitsgurt, Haltegriffe oder Rückenlehne bei etwa 60 km/h. Hauptsache, wir fahren nicht selber - das wäre ja viiiel zu gefährlich auf dieser übersichtlichen, großzügig ausgebauten und tröpfchenweise befahrenen Brücke!
Gefahrene Strecke: 20,79 km
Durchschnitt: 15,7 km/h
Nachtlager: Hotel in Mukdahan
Neueste Erkenntnisse: Dave mag immer noch keine Busfahrer.
Offene Fragen: Überall in Laos laufen Ziegenherden rum - wo landen die, wenn nicht auf der Speisekarte?
Newest insights: Dave still doesn't like bus drivers.
Unanswered questions: Everywhere in Laos, we see herds of goats running around - what happens to them, because they never appear on menus?
No comments:
Post a Comment